Stand: 05.02.2012 - 12:43 Uhr
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Informationen zum Krankenhauswesen

Die 2.104 Krankenhäuser sind mit einem Anteil von 2,7 Prozent am Bruttoinlandsprodukt, einer Million Beschäftigten und einem Umsatzvolumen von rund 61 Milliarden Euro ein maßgeblicher Wirtschaftsfaktor im deutschen Gesundheitswesen. Aufgrund der wachsenden Nachfrage nach gesundheitlichen Dienstleistungen werden auch künftig vom Krankenhaussektor erhebliche beschäftigungswirksame Effekte ausgehen. Dazu trägt nicht zuletzt der fast 95 Prozent ausmachende inländische Wertschöpfungsanteil von Krankenhäusern in Deutschland bei. Die Krankenhäuser in Deutschland arbeiten auch im internationalen Vergleich immer effizienter. Insbesondere beim wirtschaftlichen Einsatz des Krankenhauspersonals nehmen die deutschen Kliniken einen Spitzenplatz ein. Nach der neuesten OECD-Gesundheitsstatistik sichern 10,8 Krankenhausmitarbeiter je 1.000 Einwohner die stationäre Versorgung. Andere Gesundheitssysteme wie z.B. Österreich (15,3), Irland (14,9) und Italien (12,3) liegen darüber – den höchsten Personaleinsatz verzeichnen die USA (16,1). Auch in Zukunft besteht eine hohe Erwartung an die Leistungsfähigkeit der Krankenhäuser. Doch trotz hoher Effizienz und günstiger Wachstums- und Innovationsprognosen stehen viele Kliniken am Scheideweg. Angesichts der anhaltenden Kosten- und Ausgabensteigerungen sind der medizinische Fortschritt und die Einsteuerung von Innovationen in die Krankenhausversorgung zunehmend gefährdet. Den Krankenhäusern geht es so schlecht wie noch nie. Sie leiden unter der massiven Unterfinanzierung der vergangenen Jahre. Die Kürzungen durch die Politik und die seit Jahren gesetzlich verordneten Vergütungsbegrenzungen mit Steigerungen von unter 1 Prozent pro Jahr haben die Krankenhäuser ausgezehrt. Die massiven Kostensteigerungen, die Mehrwertsteuererhöhung, der gewaltige Anstieg der Energie- und Lebensmittelkosten, die hohen Tarifsteigerungen in 2007 und 2008 führen zu einem Auseinanderklaffen von stark steigenden Kosten und nahezu gleich bleibenden Erlösen. Eine flächendeckende Versorgung und die Bereitstellung von Innovationen für alle Patienten ist unter diesen gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen kaum mehr möglich.

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