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Strukturierter Dialog

Der Strukturierte Dialog ist das Herzstück des Verfahrens der externen Qualitätssicherung. Qualitätsindikatoren geben Hinweise, ob gute Qualität erreicht wurde. Aus dem Ergebnis einer einzigen Zahl kann aber kein „gerichtsfestes Urteil“ zur Qualität eines Krankenhauses abgeleitet werden. Daher ist es wichtig, dass auffällige Ergebnisse – also solche, die den Referenzbereich nicht erreichen oder die deutlich unter dem Durchschnitt liegen – genauer untersucht werden.

 

Diese Untersuchung erfolgt durch neutrale Fachexperten in einem Verfahren, das „Strukturierter Dialog“ genannt wird.
In diesem Verfahren wird geklärt, ob die auffälligen Ergebnisse dadurch zustande gekommen sind, dass Qualitätsanforderungen nicht eingehalten worden sind, oder ob andere Gründe vorlagen. Solche Gründe können sein, dass das Krankenhaus die Behandlungen zwar korrekt durchgeführt hat, aber die Daten der Qualitätssicherung falsch eingegeben hat. Auch kann die Untersuchung im Strukturierten Dialog zeigen, dass in einem Jahr zwar eine auffällig hohe Zahl von Komplikationen aufgetreten ist, die sich aber bei genauer Analyse als unvermeidbar erwiesen haben. Es ist wichtig zu wissen, dass Komplikationsstatistiken keine „Pannenstatistiken“ sind, da nicht jede Komplikation vermeidbar ist.

Wenn im Strukturierten Dialog festgestellt wird, dass die Qualität der Behandlung verbessert werden kann, wird dies als „qualitative Auffälligkeit“ bezeichnet und mit dem Krankenhaus werden Zielvereinbarungen getroffen, was zukünftig verändert werden muss.

 

Weitere Informationen zum Strukturierten Dialog erhalten Sie unter www.sqg.de.