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Mindestmengenvereinbarung

Die Mindestmengenvereinbarung  nach § 137 Abs. 1 Satz 3 Nr. 3 SGB V legt für einige planbare Leistungen Mindestmengen fest. Krankenhäuser, die die festgelegten Mindestmengen pro Krankenhaus nicht erfüllen, dürfen diese Eingriffe nur dann ausführen, wenn andernfalls eine flächendeckende Versorgung der Bevölkerung gefährdet wäre und dies von der zuständigen Landesbehörde genehmigt wird.

 

Für folgende Leistungen sind Mindestmengen festgelegt:

  • Lebertransplantation (inkl. Teilleberspende)
  • Nierentransplantation (inkl. Lebendspende)
  • Komplexe Eingriffe am Organsystem Ösophagus (Speiseröhre)
  • Komplexe Eingriffe am Organsystem Pankreas (Bauchspeicheldrüse)
  • Stammzellentransplantation
  • Kniegelenk-Totalendoprothesen
  • Versorgung von Früh- und Neugeborenen mit einem Geburtsgewicht von <1250g

 

Der G-BA hat in seiner Sitzung am 17.02.2011 beschlossen, die Erhöhung der jährlichen Mindestmenge pro Krankenhaus (Betriebsstätte) bei der Versorgung von Früh- und Neugeborenen mit einem Geburtsgewicht von <1250g von 14 auf 30 außer Vollzug zu setzen.

In seiner Sitzung am 15.09.2011 hat der G-BA zudem beschlossen, die jährliche Mindestmenge pro Krankenhaus (Betriebsstätte) für die Kniegelenk-Totalendoprothesen außer Vollzug zu setzen.